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PRESSESPIEGEL:
CLICKCLICKDECKER
/ PRESSESTIMMEN:
Ich habe keine Angst vor Digipack CD:
NILLSON:
Nach einer Split LP mit Lattekohlertor kommt mit "Ich habe keine
Angst vor
" nun clickclickdeckers Erstes. Na ja, okay, unzählige
selbstproduzierte Platten gab es schon. Aber nun richtig in den Läden.
Die 14 Songs (psst, Lied 14 ist doch ein Hidden Track) sollen laut eigener
Aussage eine Zusammenstellung der besten Lieder aus den Jahren 2002
- 2004 sein. Aber wer redet hier von "sollen"? Es sind einfach
die
Besten. Besser als so viel, was in letzter Zeit auf den Markt geschmissen
wurde.
Kein Wunder, dass Bernd Begemann auch schon auf clickclickdecker aufmerksam
wurde. Seine Songs besitzen enorm viel Popappeal ohne jemals seicht
zu sein, und denkt man an die Liveaufnahme von "Mit Ohne"
auf seiner letzten E.P. "Schnulli" so weiß man auch,
dass er manchmal richtig den Punk raushängen lassen kann. Apropos
letzte E.P. mit "Du fühlst Dich an wie Abschied" und
"Mit Ohne" findet man auf "Ich habe keine Angst vor
"
gleich zwei Lieder der
famosen 7inch. Letzteres diesmal in der "Anourak" Version,
die schon beinahe wie eine Ballade rüberkommt. Kein Vergleich mit
dem Aufschrei
auf der 7inch. Mit Rhodes und lässigen Bläsern eine wunderbare
Popnummer. Wo wir auch schon bei den Arrangements wären. Akustikgitarre,
Schlagzeug
- stets charmant leicht und simpel gespielt, nie ein Schlag zuviel -,
Bass und immer wieder Tasten, die manchmal andere Instrumente imitieren.
Doch keine Angst, billige Synthsounds werden einem hier nie
um die Ohren geschlagen. Und man mag wetten, dass nicht wenige But Alive
Platten bei clickclick daheim stehen. Doch deren Nachfolger Kettcar,
können sich hier noch einige Scheiben abschneiden. Zum
Beispiel dieser hier! So gekonnt mit Worten, Zeilen und Phrasen hat
Wiebusch zuletzt bei "Skateboard" jongliert. Und das hat es
nicht mal auf ein Album geschafft. Und die Texte? Es geht um Gefühle,
Zwischenmenschliches, Momentaufnahmen, Tragik, Musik, Alles. Ach, und
das ganze mit einem enormen Wortwitz vorgetragen. Beispiel gefällig?
"Vielleicht hol ich Dich ab - Heute ist Sperrmüll [
]",
eine Zeile aus dem vielleicht besten Lied dieser Platte, vielleicht
einem der besten deutschsprachigen Songs seit Oiros "Oi Spiesser
gib mal Feuer, damit ich Dich anzünden kann". "Bitte
nicht nachmachen" ist traurig, fragil
und gleichzeitig bissig. Lieder die nicht bellen, sondern beißen.
"Kein Hahn wird nach dir krähen - und ich wünsche Dir,
Du wirst es überstehen
- Was hältst Du von Suizid, ich hab gehört das soll helfen".
Und scheinbar geht es immer wieder um das erlöschen von Leidenschaft.
Das muss man nicht unbedingt auf Liebesbeziehungen beschränken.
Jeder
kennt das, wenn die Luft raus ist, aber wenige haben die Worte dafür.
clickclickdecker hat sie und singt "'Mach es wieder an, unser Feuer!'"
oder "Deine Stimme verliert an wert", aber auch "Da habe
ich keine
Angst vor". Keine Angst vor der großen Stadt (die kocht auch
nur mit Wasser), keine Angst vor dem Leben, vor den Leuten. Furchtlos
durch
clickclickdecker und schon ist morgens aufstehen wieder leichter
(daniel decker)
SPEX
Gar nicht albern ist "Ich Habe Keine Angst Vor..." (Audiolith/Broken
Silence) von CLICKCLICKDECKER. Das ist Kevin Hamann, der in Hamburg
wohnt und Stücke schreibt, die mit großen Augen und noch
größeren Melodien über das Leben staunen, dass einem
immer und immer wieder zu entgleiten scheint. Freundlicher Homerecording-Enthusiasmus
lauert an jeder Ecke, das klingt ein bisschen wie Kettcar ohne kumpelige
Sauflyrik und einer guten Portion guter Sterne-Sätze.
(Jan Niklas Jansen)
PITTIPLATSCH 3000
Wenn einem Musik mit deutschen Texten gerade mal wieder zu langweilig
geworden ist, kommt einer und staft einen lügen.Here comes your
man, hier kommt Kevin Hamann a.k.a. Clickclickdecker, "mit dem
Fahrrad los, um eben mal Frank Black zu sehen". Clickclickdecker
ist für die, denen Tom Liwas neue Lieder zu esoterisch sind und
die Virginia Jetzt!
schon immer doof fanden. Irgendwie schafft der Kerl es, einem schon
bei den ersten Zeilen Schauer
über den Rücken zu jagen - das muss dieses gute alte Flowerpornoes-Gefühl
sein, das er heraufbeschwört.
Nimm alleine die Musik! Du könntest irgendeinen nichts sagenden,
womöglich englischen Gesang dazunehmen und hättest einen Haufen
Hits. Aber was macht der Deckertyp? Haut die fucking großartigsten
Zeilen raus, die man seit langer Zeit gehört hat, und lässt
das ganze auch noch so fies unbedarft
daherkommen. Understatement, Baby! CCDs Musik ist eine Umarmung von
einem, der dich versteht. Aber im Gegensatz zu all den anderen, die
behaupten, das zu tun, haut dir CCD nicht die Rockerhand auf die schmächtige
Schulter und schreit: "Ich versteh dich!",
sondern er erzählt dir ein bisschen von sich, worüber du erst
mal nachdenken musst. Nur um sicherzugehen, dass auch du ihn verstehst.
(mawe, pittiplatsch 3000)
Sweet-Jane music
Schon der erste Satz dieses Albums ist ein Geschenk. "Hör
auf ständig zu widerstehn' das holt Dich irgendwann ein, da hilft
Dir auch das Laufabzeichen nichts." Eine der großartigsten
Textzeilen ever. Und das ist nicht die einzige Großtat die Kevin
Hamann alias ClickClickDecker hier vollbringt. "Ich habe keine
Angst vor..." schafft es aus dem Stand in die Top 10 der deutschsprachigen
Alben des noch jungen Jahres. Dabei ist es erst das Debüt- Album
des jungen Mannes aus Hamburg. Wer aufgepasst hat, dem dürften
allerdings auch seine bisherigen Veröffentlichungen, z.B. die hervorragende
Split mit Lattekohlertor oder die Schnulli 7'' auf Meerwert im letzten
Jahr nicht entgangen sein.
"Ich habe keine Angst vor ..." klingt im Gegensatz zu den
älteren Erzeugnissen weitaus weniger Lo-Fi. Die Möglichkeit,
Songs in einem Studio zu bearbeiten, hat sich beruhigend auf die Musik
ausgewirkt und zugleich zu einem sehr viel professionelleren Sound geführt.
Es gibt weniger elektronische Spielereinen, weniger Krach. Akustische
Gitarren und der Gesang stehen im Vordergrund. Trotz dieses Singer/Sonwriter-Charakters
werden die meisten Songs von manchmal richtig flotten Drumbeats getragen
und mit elektronischen Elementen versehen.
Eine sehr schöne Mischung.
Vor allem wenn man so gute Melodien und so geniale Texte schreibt wie
Herr Click2Decker. Persönlich, aber immer abstrakt genug, um Raum
für eigene Assoziationen zuzulassen. Traurig und nachdenklich,
doch immer mit Witz und Ironie. Dahin wo's wehtut und immer mit einem
Schmunzeln im Augenwinkel. Erfahrungen, Gefühle, Analysen und Situationsbeschreibungen
werden in wunderbaren entspannten Songs verarbeitet. Dazu gibt es Melodien,
denen man ein wenig die Sozialisation der Hamburger Szene anhört
und die Freunden von Bands wie Kettcar oder den Sternen das Herz aufgehen
lassen werden. "Bist
Du heute schon im Einklang mit Dir gewesen? Hast Du gestern Heldentaten
vollbracht?" Kevin hat.
(Stefan Kersten)
Beatpunk
"Willkommen im Untergrund mit Dachterassenflair. Hier meine Rezension.
'Ich versteh gar nichts mehr.'"
Eine Steilvorlage wie auch einen bleiernen Bremsklotz wuchtet Kevin
Hamann aka Click Click Decker in seinem Song "Wer erklärt
mir wie das hier funktioniert" aufs Tableau. Wie will man nach
solchen Zeilen noch unbefangen drauf los tippen, irgendwas von zuckersüßem
Pop daherschwallen oder aber: wie kommt man trotz eines Satzes, der
auf das sinnlose Unterfangen über Musik zu schreiben anspielt umhin
ihn diesem Unterfangen voranzustellen?
Unverfänglich ist zunächst ein Blick auf den Tatsachenstoff.
Bernd Begemann - so wird kolportiert - lud Mr. Click nach einem Konzert
zum Frühstück ein, bestimmt zu frischen Brötchen, Obst
und einem guten Kaffee. Mit einem vollen Bauch und einem Blick in die
Zeitung schlug er die Veröffentlichung eines richtigen Albums vor.
Ja warum eigentlich nicht? Nach einer Reihe veröffentlichter Tapes,
einer phänomenalen Splitplatte mit Lattekohlertor und der Schnulli
7'' bei Meerwert eine recht plausible Idee.
Wahrscheinlich ein ganzer Berg von Kassettenaufnahmen wanderte alsbald
in einen Leinenbeutel, der mit seinem Träger und großen Plänen
die U-Bahn Richtung Studio bestieg, wo die Songs gegen den Strich gebürstet,
poliert und mit hautstraffenden Vitaminmasken behandelt wurden.
Das Resultat ist schön geworden. Es besteht aus einer CD mit dreizehn
Lieder, deren Texte Dir nicht ganz unbekannt erscheinen. Bestimmt nicht.
Worüber hast Du gestern nachgedacht, oder letzte Woche - Click
Click Decker schreibt Songs davon, widmet dem kleine Geschichten, jongliert
mit Metaphern. Voll gesogen von persönlichen Erlebnissen, Eindrücken
oder Gefühlen. In jedem Fall und Hauptsache persönlich.
Auch wenn hier nicht stehen soll, die Platte klänge wie Hamburg
wo im Übrigen die beteiligten Labels Audiolith und Meerwert ihr
Basislager aufgeschlagen haben, verwundert kaum, dass auch Click Click
Decker in der Nachbarschaft wohnt. Das Klischee vom Städtesound
findet bei "Ich habe keine Angst vor..." gewiss frischen Nährboden.
Intelligente Popmusik mit dem Hang zur Grenzüberschreitung, der
Freude an einer ausufernden Instrumentierung, getragen von bisweilen
tanzbaren, elegischen oder fast-kitschigen Harmonien lokalisiert man
durch Blumfeld, Tomte oder Kante in Altona, dem Schanzenviertel bzw.
St.Georg - und genau dieses Eckpunkteprogramm passt auch auf Click Click
Decker. Die Singer-Songwriter-Form ergänzt er durch elektronische
Beats, fügt hier mal ein Klavier, dort noch eine Saxophonspur hinzu.
Ich vermag zwar nicht zu erklären wie das hier funktioniert, aber
es funktioniert.
[Sebastian]
PHOTOMAG
CLICKCLICKDECKER Ich habe keine Angst vor... / CD - ( Meerwert/Audiolith
) ClickClickdecker ist Kevin, Kevin kommt aus Hamburg und macht gute
Musik. Es ist eine frivole Mischung aus Singer/Songwriter, Pop und Elektroelementen.
Meine Güte und letztere sind so gut in die cleanen Akustikgitarren
eingebaut, dass die Platte einen enormen Schub für Clicks Bekanntheitsgrad
geben könnte im Jahre 2005...ich wünsche es ihm. Gehen wir
aber mal zurück zur Popmusik...Clickclick macht kurze prägnante
Songs, die mit deutschen, überlegten Texten überzeugen. Akustikgitze,
dezentes Schlagzeug und phantastische Elektrobeats machen das Album
so einzigartig und interessant. Experimentierfreudig geht er das Songwritung
an und zeigt sich sicherer im Songwritung als auf der ersten 7'. Vergleiche
mit anderen Künstlern, gerade aus dem Hamburger Umfeld möchte
ich vermeiden, denn Click braucht keine Vergleiche, er macht eigenständige
Musik, die mehr und mehr ihren Platz findet. Aus dem Hause Audiolith
sind wir bereits gute Releases gewohnt aber dieser Output wird das Label
in diesem Jahr noch weiter nach vorne bringen. Hören, wohlfühlen
und ein Bier trinken...weil es lecker klingt.
Christian Schmidtchen
Enoughfanzine
I´m not joking, he´ll be the 2Pac of Hamburg soon, if he
doesn´t watch his back. You´re wondering why? Because this
latest release by ClickClickDecker is so good, that Grand Hotel Van
Cleef Records will son sent out their headhunters to get Lars´
head, so they can get their hands on ClickClickDecker. If you haven´t
heard something by this guy so far, this is your chance to check out
13 songs on one CD. Smart and heartfelt lyrics accompanied by arrangements
somewhere between classic Singer/ Songwriter stuff and just plain but
clever pop music. If ClickClickDecker (and Thomas Van Norden) would
open up for the upcoming Kettcar tour, the latter would have a hard
time to catch the attention of the audience after these two guys opening.
Nice one and definitely one of my favourite "acts" out of
Hamburg!
Drachenmädchen
Eine sehr feine neue CD aus den Häusern Audiolith und Meerwert
Platten. Wer die sind? Das sind die mit dem Geschmack und der Traute.
Denn die Musik, die ich hier höre, kann ich mir kaum auf anderen
Labels vorstellen, Grand Hotel van Cleef vielleicht noch, aber irgendwie
ist das hier schon aus einer anderen Ader. Finde ich. Ich kenn ja Clickclickdecker
auch schon seit vier Jahren oder so und rede mir den Mund fusselig,
dass jeder, der gute Popmusik gut findet, sich das hier notfalls krankenkassengestützt
ärztlich verschreiben lassen sollte. Beim hören habe ich dauernd
einen Bandvergleich auf der Zunge, und wenn der dann kommen will, passt
er doch nicht. Prima. Clickclick ist nämlich erwachsen geworden
und hat all die Elektro-Kapriolen hinter sich gelassen, die manchmal
so anstrengend waren, und hat alles zusammengestrichen. Herausgekommen
sind 13 kompakte wie entspannte AkustikgitarrenHITS, die liebevoll angereichert
sind mit allem möglichen. Eine Platte, die auch meine Mutter mögen
könnte, und das meine ich als Kompliment. Vielleicht käme
sie bloß nicht damit zurecht, wie die Musik treibt und treibt
und treibt. Und die Texte würden ihr vermutlich nichts sagen, weil
meine liebe Mama nicht gewöhnt ist an komplexe Slogans und daran,
dass jemand seine Befindlichkeiten in tanzbaren 2-minütigen Ohrwürmern
aufbereitet. Anspieltip ist: sie sammeln zucker? ich auch!' Das
ist großes Pop-Kino, und das gibt es nicht allzu oft in Deutschland,
mal ehrlich. Lauter schreien kann ich wirklich nicht. Jammert hinterher
nicht, es hätte Euch keiner gesagt, wenn ihr in der Indie-Disco
mal wieder fragen müsst: "Ey, von wem ist denn das Lied?"
und die anderen auf Euch herunterschauen, weil ihr Euch wiederholt geoutet
habt als vollkommen ahnungslos. Das mein ich ernst. Vergesst den Deutschpop-Hype,
das hier ist Musik!
(Tobias Neumann)
salzgehalt.printmedie in lünburg
Clickclickdecker: Ich habe keine Angst vor. (Audiolith)
Wen es schon einmal ins Audiolith-Universum verschlagen hat und wer
die skurrilen Wahnwitzigkeiten und Adoleszenz-Dekonstruktionen lieben
gelernt hat, wird bei diesem Release überrascht sein: Kevin Hamann
aka Clickclickdecker offeriert auf seinem "offiziellen Debut"
Kleinode in Sachen Gitarren-Songwriting, die, auf deutsch gesungen,
zwischen Homerecording, späten Boxhamsters und angenehm entintellektualisierter
Hamburger Schule Platz nehmen, um sanft und melancholisch in die Dämmerung
entschwinden, die eine oder andere Zeile oder Melodie macht es sich
im Kopf bequem, da dürfen sie gern bleiben über die Zeit.
Auch Thats-Entertainment-Koryphäe Bernd Begemann erkennt Gold,
wenn er es sieht und hat mit unter die Arme gegriffen, so dass jetzt
jeder die gesunde Alternative zu Will-doch-nur-spielen-perfekte-Welle
Deutschsingklonen und dem so omnipräsenten GrandHotelVanCleefMonopol
erstehen kann.
KASINO ROYAL
CLICKCLICKDECKER - Ich habe keine Angst vor...
Wieder einmal emotionale Musik mit deutschen Texten. Wenn da nicht mal
wieder alle nach Kettcar und Muff Potter schreien - und wieder mal so
was von daneben liegen, auch wenn Fans oben genannter Bands durchaus
Gefallen an der Musik von Clickclickdecker finden dürften. Aber
irgendwie ist er doch anders... besser? Das vielleicht auch, auf jeden
Fall klingt das hier alles nicht so nach Mainstream und großem
Hype und vor allem nicht möchtegern-intellektuell. Und so kommt
es, dass wir uns alle schon beim ersten Hören mit diesem Menschen,
den die meisten von uns bis dahin wohl nicht mal kannten, verbunden
fühlen und uns fragen, warum es nicht schon früher jemand
geschafft hat, so großartige Texte zu verfassen und mit so schöner
Musik zu unterlegen. Längst überfällig und doch auch
so vertraut. Auf "Ich habe keine Angst vor..." liefert Kevin
Hamann 13, ja eigentlich sogar 14x genialen Singer/Songwriter Gitarrenpop,
immer wieder dezent von Drumbeats, Orgel, Klavier oder auch mal elektronischen
Spielereien unterlegt. Entstanden sind alle Songs in den Jahren 2002-2004,
wurden dann im letzten Jahr noch mal neu abgemischt und haben nun endlich
ihren Weg auf ein Album gefunden. Bis auf Du fühlst dich an wie
Abschied und mit ohne (das
allerdings auch in anderer Version) sind sie aber bisher unveröffentlicht,
was die Frage aufkommen lässt, wieso die Welt so lange auf dieses
Album warten musste?! Anspieltipps? Schwer zu sagen... eigentlich alle!
Mehr davon bitte!!!
(4,5 von 5 Sternen)
TRIGGERFISH
ClickClickDecker - Ich hab keine Angst vor....
Hoffentlich krähen danach viele Hähne
Kevin Hamann a.k.a. ClickClickDecker hat es endlich geschafft 13 seiner
besten Songs auf eine CD zu schustern und diese auf dem coolen Hamburger
Meerwert Label herauszubringen. Hier erschien vor kurzem auch seine
letzte wunderbare 7" 'Schnulli' an welche die Stücke von 'Ich
hab keine Angst nahtlos anknüpfen.
Die Songs sind meist sehr ruhig und leise, diesmal jedoch nicht nur
der Herr Decker mit seiner Klampfe. Dadurch, dass fast alle Songs mit
einem straighten Schlagzeugbeat und schönen Keyboard-/Klavierklängen
unterlegt sind wirkt die Platte facettenreich und spannend. Ab und an
eine zweite Stimme und hier und da noch ein paar Streicher. Als Vergleiche
fallen mir immer wieder ruhige But Alive oder die Sterne ein. Auch die
oft traurigen, manchmal aber auch sehr komischen Texte wirken alles
andere als hingerotzt. Vielmehr sind sie mindestens genauso wichtig
wie die Musik. Das Info zur CD trifft es auf den Punkt: 'Hier dreht
es sich um die Ver- und Erarbeitung menschlicher Gefühlszustände.
Sozusagen ein Album für den Menschen an sich, egal welche Vorlieben
er sie oder es hat'. Melancholie trifft Harmonie.
Warum ClickClickDecker noch keinen viel größeren Status erlangt
hat kann ich nicht nachvollziehen vielleicht ändert sich das ja
durch die folgende Tour im März. Diese Platte ist auf jeden Fall
ein Hit, bitte alle mal die schicke Website anchecken, da gibt's nämlich
ein paar Songs zum reinschnuppern
Schnulli Vinylsingle:
.......................................................................................
CLICKCLICKDECKER
"Ich Spiel Dir Was Vor - Ich Lade Es Nur Hoch" CD
"click click" – "wer ist da?" nein, das würde zu weit gehen. der gute alte "klopf klopf" witz auf minimal techno? Nein, gar nicht. der anfang gemahnt an Mouse On Mars, aber dann setzen gesang und giatarre ein. Vielleicht ein blick in richtung Jona und einer in richtung Kettcar – oder deren vorgänger But Alive. Bei stücken wie "trigger digger" oder "heimwerker essen gerne flanell" wiederum auf die Zitronen schielend. Doch ClickClickDecker ist eigenständig. Erst mal die stimme, da merkt man: Sozialisierung Punkrock! Backing-vocals und sprechpassagen dürfen natürlich nicht fehlen. Doch auch Pop wird hier besonders gross geschrieben. Er singt, die Akustikgitarre im vordergrund, über situationen – er ist kein geschichtenerzähler. Und ebenso kurz wie die besungenen situationen sind die songs. Zwei minuten, weniger als drei. Und in liedern wie "destroy your PC" werden dann sogar sozialkritische töne angeschlagen, wobei mit pc die einstellung gemeint ist. zum PC-bashing wird allerdings nicht aufgefordert, jedoch eine punkige Attitüde bedient, die leicht missverstanden werden kann. Der einsatz der elektronischen mittel ist besonders hervorzuheben. Ohne aufgesetzt zu klingen, wird hier die elektronik in songstrukturen eingebettet. Und zwischendurch immer wieder kleine hits, solche die auf mix-tapes kommen, wie z.b. "namedropping". Bruder, komm an meine brust! – übrigens: eine auswahl der songs auf dieser CD gibt es auch auf einer split LP mit Turbostaat-Gitarrist Marten aka Lattekohlertor.
(Daniel Decker in INTRO)
Drachenmädchen
CLICKCLICKDECKER-ich spiele dir was vor, ich lade es nur hoch CD-R
Ich werd schwach. 24 kurze Songs und alle gut, wer hädde das gedacht? Nachdem der ehemals sich Tom Bola nennende Befindlichkeitspopmusikant Kevin aus Flensburg, und man hat hier in der Redaktion ein Faible für Leute von da, auf seiner letzten CD einige Hits hatte (erinnert sich irgend jemand da draußen noch an das großartige "nur aus Erzählungen"? hab ich mal 3 Stunden am Stück gehört, nix mit Repeat am CD-Player, nee, auf Tape, inner Karre, und es gab keinen Rückspullknopf, also immer schön: umdrehen, vorspulen, Stopp, wieder umdrehen und hoffen, dass der Song genau jetzt! Anfängt), also einige Hits, ist das hier alles in noch besser. Fast. Noch besser als großartig geht ja nämlich gar nicht. Auf dieser CD scheint sich nur ein einziger Song zu befinden, in irre vielen Varianten, na ja, 24 eben, und der Song ist saugut und der Sound auch. Viel Geklacker und Synthies, man ahnt es schon, prima Schrabbelgitarren, auch akustisch, Gesang wie....na ja.... weiß nich....gern auch mal zweistimmig mit sich selbst, sehr gut, ein Song heißt "Clubsauger", einer "wenn du jetzt gehst". So eben. Leicht melancholisch, manchmal fast satirisch übertrieben, tanzbar, bisschen düdelig, popig mit einer Portion Pop im Arsch, ziemlich straight. Das mit den Akustikgitarren ist toll. Kann man auch auf shuffle stellen und hören. Kann man, wenn die Sonnenblinzel einen gerade erst geweckt haben und man muß eigentlich aufstehen das Zimmer total in Grund und Boden tanzen mit vollem Körpereinsatz und in allen hymnischen Refrains (die gibt es aber nicht immer) laut LALALA oder BABABA oder einfach nur AAAAAHHHHH mitsingen. Oder: "es war wirklich nett dich wiederzusehen" oder: "vielleicht wäre es besser wenn Du tot wärst". Ganz nach Belieben. Dann dazu fett frühstücken, langsam und lange ( ich weiß schon genau, was! Samstag mach ich das!)
Die dritte Veröffentlichung aus dem Hause
Meerwert. Das hier ist eine Zäsur: Waren Meerwert 1 und 2 (Herr
Neumann 7 EP und Endearment CD) schon ziemlich stilsicher ausgesucht,
ist das hier ein I-Tüpfelchen, wie ich es nicht erwartet hätte.
4 Songs von Kevin Hamann, der kleine bis grosse Geschichten, die
den Verfall inne haben erzählt (Presseinfo). Diese Songs
sind so dicht, dass ich jetzt gerade das Gefühl habe, ich hätte
eine Doppel-LP gehört. Sie spielt nicht mehr in der Band
zeigt clickclickdecker von einer ungewohnt grossen Seite, vergesst die
Hotel van Cleef Bands. Ich weiss, ich bin begeisterungsfähig und
neige daher zur Unglaubwürdigkeit, aber wenn Du auf Singer-/Songwriter
stehst und ein Faible für deutschsprachige Popmusik hast, ist das
hier das nächste Ding. 11 von 10 Punkten. PS: Als Sympathie-Bonus
furchtbar schickes Layout von Tobi Knopp und das Vinyl ist gepresst
von der Ameise, soweit ich weiss ein Kollektiv aus HH.
(DRACHENMÄDCHEN)
Auch wenn ich ihn schon Bruder nannte, verwandtschaftlich
gibt es keinerlei Verbindung zu ClickClickDecker. Früher hieß
er Tom Bola, seine Eltern nannten ihn aber Kevin. Kevin Hamann, also
nichts mit Decker. Warum der Herr nun so heißt, bleibt noch ein
Rätsel. Ebenso, wie er in enormer Geschwindigkeit so viele gute
Songs raus hauen kann. ClickClick ist schneller als seine Stücke
und die sind doch schon so kurz.
Arbeitete er auf der CD-R Ich Spiel Dir Was
Vor - Ich Lade Es Nur Hoch noch mit viel Elektronik ist dieses
Element bei Schnulli in den Hintergrund gerückt. Und
gerade mir gefällt das. Keine Beats, sondern feines Schlagzeug.
Dazu feine Songs. Die sind Pop und das ist gut so, denn das neue Gewand
kleidet ungemein. Hier und da merkt man eine Affinität zur Punkmusik
an. Insbesondere bei einem Stück wie Mit Ohne.Reduziert
auf Gitarre schreit er sich die Seele aus dem Leib Ich bin ein
U-Boot in deinem Gehirn. Wie geil ist das denn?
Die Gitarre erinnert ein wenig an Tomte, aber ClickClickDecker
ist besser. Ehrlich! Sowieso besser als Kettcar, denn gerade sein Gesang
erinnert zuweilen ein wenig an Marcus Wiebusch. Und da ist er auf Meerwert
ja in guter Gesellschaft. Gemahnt Labelkollege Herr Neumann ja auch
sehr an die hanseatischen Maitre dHotel van Cleefs.
Und Hits, noch mehr als auf der mir bekannten Ich
Spiel Dir Was Vor
. Das weckt sogar Neid. Aber man muss neidlos
zugeben, hier werden Hits geschrieben. Da stört auch nicht die
LoFi Aufnahme, im Gegenteil. Das gibt Bonus-Charme. Ein Mundharmonika
Bonus bei Habs verkackt mit den schönen Zeilen
Du Taugenichts / Ich tauge nichts, [
] / Wir taugen nun mal
nichts. Nein, nein, das taugt einiges. Genauso wie der Besenbonus
auf dem Opener Du fühlst Dich an wie Abschied. Das
sind Lieder für Mixtapes für durchzechte Abende und für
hohen Promillefaktor. Einen Bekannten musste ich mal erklären,
was das Tolle an Tomte sei. Toll ist, dass man die Songs so super mitgröhlen
kann, wenn es mit dem Stehen schwer fällt. ClickClickDecker kann
man auch mitgröhlen, will man sogar immer. Aber hierfür muss
man nicht mal betrunken sein, geht auch so!
Aber es geht auch anders. So wie bei Sie spielt
nicht mehr in der Band, dem einzigen Stück mit kleinem charmanten
Loop im Hintergrund. Situationsbeschreibung a la Rellöm und/oder
Rossmy und ClickClick singt Lass es sein, lass es sein / Die Natur
gab dir Verstand / Setz ihn auch ein.
Und jeder, ja wirklich jeder, sollte sich diese Worte zu Herzen nehmen,
denn wer Verstand hat, der hört ClickClickDecker. Nee, wirklich.
Is so!
(NILLSON MAG.)
"ClickClickDecker kam und hat zumindest Teile der Sweetjanemusic-Redaktion
im Sturm erobert. ClickClickDecker, das ist im Wesentlichen Kevin Hamann,
gebürtiger Berliner und Wahl-Hamburger. Sein Instrument ist die
Gitarre begleitet von diversen experimentellen Geräuscherzeugern,
seine Mission ist die Alltagsreflexion und vielleicht auch -verbesserung.
Eine Reihe unterschiedlichster Tonträgererzeugnisse kann vorgewiesen
werden, so unter anderem eine Split-Scheibe mit Lattekohlertor, einem
Projekt des Turbostaat-Gitarristen, und einer kommenden LP, die im Herbst
erscheint. Hiervon ist die Schnulli 7" ein Vorbote, der die frohe
Botschaft andeutet. Songwriterbefindlichkeiten mit Hang zum Experimentellen,
Lo-Fi-Affinität, ohne die Hörbarkeit zu vernachlässigen.
Mal wird gelauscht in Richtung Kettcar, mal Richtung Liedermachertum.
Sozialisierter Punk stand irgendwo zu lesen. Das alles ist der Doppelclickdecker
und macht mit diesen vier Tracks schonmal einen Haufen Spass und wahnsinn
ig neugierig auf die volle Distanz. "bist du heute schon im einklang
mit dir gewesen/hast du gestern heldentaten vollbracht"?"
(Sweet Jane Music)
" ClickClickDecker ist keine Band. ClickClickDecker
ist Kevin Hamann, undKevin macht Musik. Wahrscheinlich, weil er nicht
anders kann. Wahrscheinlichsitzt er tagein, tagaus in seinem Zimmer,
spielt Gitarre und schreibt an neuen Songs, die er ab und zu auf Tapes,
CDs oder eben dieser 7", die gerade
beim Hamburger Label Meerwert Platten erschienen ist, unter die Menschen
bringt. Vielfältigkeit ist anscheinend seine Stärke, zumindest
präsentiert er hier 4 Lieder, die ihn und seine Musik von unterschiedlichsten
Seiten zeigen.
Der Opener "Du fühlst dich an wie Abschied", zugleich
mein Favorit auf dieser EP, ist ein netter Indie-Hit, die Schrammelgitarren
werden durch leichtes Tasteninstrument-Geklimper ergänzt. "hab´s
verkackt" geht schon mehr nach vorne. Zwischendurch ein Mundharmonika-Solo
und die große Frage: bist du heute schon im Einklang mit dir gewesen?
Unterstützt durch ein Schlagzeug klingt ClickClickDecker hier doch
ausnahmsweise mal wie eine Band. Auf der B-Seite dann ganz andere Assoziationen:
"Sie spielt nicht mehr in der Band" ist sparsam instrumentiert
und ist mir seiner nachdenklich-beobachtenden Art ein klassisches Singer-Songwriter-Stück.
Bei "Mit ohne" könnte man dagegen schon beinahe von akustischem
Punk reden. Auf einmal überschlägt sich die Stimme, und fast
wütend singt Kevin Ich bin die Quarks in deinen Träumen, ich
bin ein U-Boot in deinem Gehirn.
Bernd Begemann soll zu Kevin gesagt haben, er sei die Stimme der Neu-Hamburger.
Mit diesem Adelsschlag verlassen die Songs von ClickClickDecker vielleicht
das heimische Tape-Deck und finden sich demnächst auf einem der
im Moment so zahlreich erscheinenden "Neue Deutschpop-Helden"-Sampler
wieder. Wer weiß das schon ?"
(Laut und Raus)
Die Stimme der Neu-Hamburger, oder so...
Wer ist ClickClickDecker? Ein junger Mann, mit bürgerlichem Namen
Kevin Hamann, der abscheinend keine große Band braucht um Platten
zu veröffentlichen. Er ist schon länger dabei, und der eine
oder andere kennt ihn eventuell von der Split LP mit Lattekohlertor.
Alle anderen haben ihn jetzt kennengelernt. Auf dieser Vinyl EP werden
4 Songs zum besten gegeben. Von der Gesamtstimmung erinnert das ganze
schon ordentlich an But Alive. Besonders
der zweite Song Hab's verkackt weckt das Gefühl, dass man die Stimme
irgendwoher kennt. Aber egal, die Nummer ist ganz groß und sicherlich
der
Hit dieser Scheibe. Was nicht heißen soll, dass die anderen 3
ruhigen Songs schlecht sind. ClickClickDecker läßt sich aber
nicht in die Punk Schublade stecken, hierwird mehr geboten. Oftmals
nur Gitarre und Gesang und dann hab ich besonders bei der ersten Nummer
das Gefühl, dass Udo Lindenberg auch irgendwo in der Nähe
ist. Songwriter, zu deutsch: Liedermacher nennen manche dieses Genre.
Wie auch immer, der gute ClickCklick ist cool und das hier gefällt
mir sehr gut.
Tolle Musik + Tolles Cover = Tolle Platte
Tracklist:
1. Du fühlst Dich an wie Abschied
2. Hab's verkackt
3. Sie spielt nicht mehr in der Band
4. Mit ohne "
(Triggerfish)
Kevin Hamann alias Clickclickdecker lässt
auch mal die Akustikgitarre erklingen, ohne dass ein Hauch von Lagerfeuer
oder abgestandenes Protestsongfeeling aufkommt. Eben doch Pop, ganz
und gar nicht epigonenhaft. Hier ist endlich auch das Stück "Mit
Ohne"; vertreten, mit dem der alte Neu-Hamburger live so viele
verzauberte. Bleibt zu hoffen, dass sich Teile der Generation iPod aufraffen
und mal was per Post bestellen. Wie früher."
(INTRO)
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