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PRESSESPIEGEL: "Noch eine deutsche Band, die ihren Proberaum
mit Fugazi- und Quicksand-Postern tapeziert hat. Da bewegt sich was.
Motorengeräusch. Der Gurt ist stramm, der Sitz aufrecht, es kann
los gehen. Endearment fahren entspannt über breit angelegte Landstraßen,
hängen den Ellbogen aus dem Fenster, singen von einem "trip
to the sun". ENDEARMENT machen Indierock , das sagen sie zumindest
. Die Instrumentierung scheint klassisch : vier Saiten , sechs Saiten
, Drums und dezent eingesetzte Samples versuchen hier auch nicht das
Rad eckig zu erfinden . Und das ist gut so . Großartige Popsongs
präsentieren uns die drei . Das Laut - Leise - Spiel , warme ruhige
Passagen gehen in treibende , punkige über , reißen mich
mit und werden Dich mitreißen . Melodien, gedacht sich als Ohrwürmer
ins Hirn zu gravieren , catchy nennt man das wohl . Endearment fangen
. Das Stichwort Emo wird geflüstert. Hymnenhaftigkeit trifft auf
Rauheit die dafür sorgt , dass bei aller Eingängigkeit kein
Platz für Eintönigkeit bleibt . In der Stimme schwingt Melancholie
ebenso wie Trotz , das findet seine Entsprechung dann auch in den Texten
, die sind emotional ohne sich dabei in Befindlichkeitsduseleien zu
verlieren . Es ist politisches Angepißtsein mit dieser Welt in
der man lebt welche in Frage gestellt wird . Dabei kommen ENDEARMENT
ohne plakatives Manifestogehabe aus . Zerrissenheit , resultierend aus
der Reibung zwischen kritischer Existenz und den bestehenden Verhältnissen
jedoch nie das Gefühl vermittelnd daran zu scheitern , trotzig
eben . Indierocksongs mit Inhalt ! Die aktuelle LP "We are the
Factory" ist beim bandeigenen Label ENDEARING Records / Bielelefeld
erschienen , die CD bei MEERWERT Platten / Hamburg . Die mittlerweile dritte Scheibe der Bielefelder.
Das Songwriting wirkt diesmal ausgereifter als auf dem Vorgöngeralbum.
Zwischen ruhigen und rockigen Elementen pendelnder, leicht vertrackter
Emo- bzw. Indiepop mit persöhnlichen und politischen Texten über
Lebensinhalte etc... Das zweite volle Album der ''Revolutionary
Boygroup'' bringt uns 10 neue Songs, auf die die Beschreibung ''Emo''
perfekt passt. Die Jungs versuchen naemlich, uns durch ihre Musik und
die sehr persoenlichen und intelligent kritischen Texte innerlich zu
beruehren. Dabei beschraenkt man sich nicht stur auf einen Stil, haelt
sich aber grob an leicht vertrackten und melodioesem Indierock. Im Vergleich
zum Vorgaenger ''Voulez vous...'' sind die Stuecke ruhiger, ausgefeilter
und melancholischer ausgefallen. Dennoch schafft es die Band auch diesmal
wieder, in Songs wie ''Algebra'', ''Commiting cultural suicide'' oder
''We are the factory'' ihre Wut auf bestehende Missstaende zum Ausdruck
zu bringen ohne laut und aggressiv zu werden. Sehr fett aufgemacht und
auf 180gr. Vinyl. CD wird im Mai erscheinen. Darauf ist auch ein Videoclip.
...Von den frühen KARATE treiben
sie ihre Akkordwellen bis zu Q AND NOT YOU und mittendrin ist noch Zeit
für manches VAN PELT Zitat... ...Ausgereiftes Songwriting und zwischen ruhigen
und rockigen Elementen pendelnder, leicht vertrackter Emo- bzw. Indiepop
mit sehr persönlichen und politischen Texten, machen das 3. Album
der Bielefelder zu einem Geheimtipp... Endlich mal wieder eine Band, die etwas von guter Musik versteht: Endearment. Mit ihrer neuen Platte, die den Namen We are
the factory trägt, wollen die 3 jungen Musiker aus Deutschland
was erreichen und das schaffen sie auch. Fazit: Es ist eine gute Platte, die die Jungs aus Deutschland hier vorgelegt haben. Mit We are the factory könnten Endearment es schaffen, einige Leute für Emo zu begeistern. Es ist also eine Platte, die nicht nur im CD-Regal
von Emo- und/oder Endearment- Hörern stehen sollte. Neues Album der Band aus Bielefeld. Ihr kennt
Endearment nicht? Kein Problem, ich kannte sie bis heute auch noch nicht.
Und das ist seltsam, schließlich sind die drei Jungs mittlerweile
seit unzähligen Jahren unterwegs und veröffentlichen hiermit
ihre bereits dritte Platte. Ok, ich wollte schon immer mal mit einer Namensdefinition
beginnen! Endearment heißt Zuneigung, zumindest nach
dicdata.de, We are the factory die dazugehörende Platte.
Mal schauen, ob ich eben jene Zuneigung finde. Als erstes sticht das
Cover ins Auge, schön reduziert, minimalistisch, ein blockhaftes
Gebäude in schwarz-weiss gehalten, mit viel Freiraum, großzügig
gelayoutet (ich bin nun mal eine MedienDesign-Sau, jegliche Unbeschwertheit
in dieser Hinsicht ist schon lange verlorengegangen...). Keine Platte,
bei der man schon beim ersten Blick erkennt, um was für Musik es
sich handeln könnte. Aber definitiv ein Kandidat für einen
Coverkauf! Ich hätte jetzt mal auf Postrock mit langen, ruhigen
und sphärischen Parts mit Spannung zum emotionalen gitarrengewittervertonten
Ausbruch getippt. Damit wäre ich zwar falsch gelegen, aber
nur teilweise. Denn Spannungsspiele sind ein stetiger Wegbegleiter von
Endearment. Am Anfang ist also nun crash kids... kurzes
Motorengeräuschintro und schon sind wir da. Auf den ersten Blick
ein angepunkter solider Rocksong, den man eher in die Schublade MelodyCore
ablegen könnte. Mit Betonung auf solide. Aber damit
hätte man zu voreilig geurteilt, denn kaum sind wir bei Track 2
angelangt, wirft dieser die zurechtgelegte Theorie von der melancholischen
Lalala-Sonnenschein-Core-Band mal so eben komplett über den Haufen.
Die Gitarren erinnern mich plötzlich an Melodien vom Schlage frühe
Notwist und generell überzieht eben so eine gewisse irgendwie vertraute
Atmosphäre die restlichen Songs. Immer ein bisschen klagend und
Missstände aufzeigend, aber gleichzeitig mit dieser Hoffnung auf
bessere Zeiten, auf Verständnis, auf Erkenntnis und Einlenken.
Hoffnung, die im Hintergrund ab und an vorbeihuscht, irgendwann anhält,
verweilt, um dem Hörer ins Ohr zu flüstern. Alles wird gut.
Irgendwann. Diese Atmosphäre wird durch genau richtig platzierte
Rhythmuswechsel, gerne auch mal vertrackt, aber nie zu intellektuell
aufgesetzt wirkend, und eben oben genannte laut-leise-Dynamik-Parts
auf die Spitze getrieben. Dazu ein Sänger, der öfters eher
sprechend erzählt und nörgelt, um dann seinen Emotionen freien
Lauf zu lassen, rauszurotzen, was ihn beschäftigt; so geschehen
z.B. bei immanuel kant is dead. Nach dem eher zu plakativgeratenen
titelgebenden We are the factory bin ich schon komplett
ins Zuneigungsuniversum abgetaucht. Und das soll sich auch nicht mehr
ändern, denn ab committing cultural suicide haben sie
mich fest in der Hand. Ab jetzt gibt es nur noch persönliche Highlights
bis zum Ende der Platte. Und das Ende! Genau! Nun lasset mich
vom Ende berichten: Komplett instrumental gehalten steht le
von rouge als Sinnbild für die Stimmung und Atmosphäre
des gesamten Werks. Grandios bittersüße - von einer Art Xylophon
unterstützte - Gitarren treffen auf ihre krachenden großen
Brüder, dann die erlösende Stille. Ein schönes
Ende möchte man denken, wenn man schon zur Anlage wandelt,
um wieder auf die Play-Taste zu tippen. Zumindest bis man die Ruhe vor
dem Sturm erkennt. Und auch dieser spiegelt das Anliegen von Endearment
wieder: Aufrütteln, aufwecken, hier sind Leute, die etwas sagen
möchten. Und es auch tun. Verpackt in sozialkritischen, abstrakten,
vor allem politisch engagierten Texten. Diese Einstellung wird durch
Songtitel wie a piece of peace, israel oder
obenangeführtes committing cultural suicide nur bestärkt.
Sie wären zwischen 31Knots und Sometree
sehr gut aufgehoben. Musikalisch wie auch von der Einstellung her. Intelligenter
Indie-Rock mit einer guten Portion Emo eben. Achja, um noch mal mit
der MedienDesign-Sache zu kommen: crash kids ist auch als
Video auf der CD enthalten... Also PC angeworfen und den PC-Song auch
sehen! Volle Bedienung für die Sinne!
...Eine komische Mischung aus Spannung und Weihnachtstischatmosphäre
zauberte das Präsent, das als LP im hauseigenen Label und als CD
in der Meerwert-Qualitätsschmiede erscheint... Keine musikalische
Gegenaufklärung, sondern antigerman Popmusik, die mit einem Faible
für Marx und Adorno auch ohne die gerade hippen Vulgarisierungstendenzen
ins Presswerk ging. Geliefert kamen alsdann zehn catchy Emosongs plus
Musikvideo, die sich mit satten Melodien in die Gehörgänge
tapen... ...Zum Glück blieb es nicht bei einmal
hoeren, die brennt. Der Gesang erinnert mich irgendwie an alte Weezer
Platten. Die Musik erinnert mich an peters (ne nette Band aus Luebeck
von der ihr noch hoeren werdet). Indie-pop würde ich auf ein Konzertplakat
schreiben... Noch eine gute deutsche neue Platte. Sollte
das ein Trend sein dieses Jahr? Kaum möglich, denn Endearment gibt
es nicht erst seit gestern. Auf dem höchst schlichten, schwarz-weissen
Cover ein Siemens-Nixdorf Gebäude, das den Plattentitel sehr eindringlich
illustriert. Auf der Rückseite des Covers findet man einen Detailausschnitt
des Gebäudes und die Songtitel (englisch). Diese Art von Layout
prägt auch auf deren Homepage, die durch Grautöne im Bunt
des weltweiten Netzes angenehm auffällt. Endearments Musik wird
allerortens unter Emo eingeordnet; wenn ich mir aber bei den Tratschtanten
von www.emopunk.de ein Bild mache, was sich in diesem künstlich
geschaffenen Genre alles so tummeln soll, kann ich feststellen, dass
Endearment damit nichts zu tun haben (wollen). Ernsthafte Musik, melodisch
und vertrackt, tatsächliches Engagement, eigenartige Gitarrenarbeit,
die viele Fäden aufnimmt und auch wieder fallen lässt. Sehr
guter Sound, sehr guter Gesang. Musik, die einer eigenen Logik folgt.
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